Chronik
Der Gründungstag des „Bienenvereins“ Freyung ist genau bekannt. Auf Grund von Inseraten in der „Freyunger Waldpost“ vom 19.05.1935 und 08.12.1935, sowie den dazugehörigen Kommentaren, steht fest, dass ein Teil der Gründungsmitglieder am 08.12.1935 noch Mitglieder der „Bezirks-Imker-Gruppe Waldkirchen“ waren. An den angeführten Tagen hielt diese Gruppe im Gasthof Biedermann in Freyung je eine „Bienen-Vereins-Versammlung“ ab. Dabei wurde der Schneidermeister Josef Hammerstingl aus Freyung für den Raum Freyung als Berater eingeteilt.
Die Tagesordnung vom 08.12.1935 lautete:
1. Über das Einwintern der Bienen
2. Der Imker in der Erzeugungsschlacht
3. Der Übergang vom Strohkorb zum Mobilbau
4. Zuckerbestellung
5. Wünsche und Anträge
Ein Anlass ist nicht bekannt, aber schon nach 6 Tagen, am 14.12.1935, trafen sich die Freyunger Bienenzüchter, wie sie sich damals nannten, beim Maurermeister Alois Pauli in Winkelbrunn und gründeten den „Bienenverein Freyung“. In der noch vorhandenen Anwesenheitsliste, die das Datum 14.12.1935 trägt, stehen 31 Namen und mit Rotstift geschrieben das Wort „Gründung“. Die meisten Unterzeichner kamen aus dem Raum Freyung, aber auch aus Wasching und Schönbrunn am Lusen. Alle Gründungsmitglieder sind entweder während des 2. Weltkrieges gefallen oder zwischenzeitlich verstorben. Aus der Gründungsliste geht auch hervor, dass die Aufnahmegebühr zwischen 1,5 und 2,00 Reichsmark pro Jahr kostete. Bemerkenswert ist auch, dass es zum Zeitpunkt der Vereinsgründung 12 Züchter mit 38 Völkern in Körben und 19 Züchter mit 67 Völkern in Kästen gab. Wie aus den Beitragslisten der Jahre 1936 – 1945 ersichtlich ist, kam es erst nach dieser Zeit zur endgültigen Umrüstung von Körben zu Kästen. Amtlich wurde der Verein zu dieser Zeit „Ortsfachgruppe Freyung, Kreisbauernschaft Passau“ bezeichnet.
Der Gründungsvorstand Alois Pauli, Maurermeister aus Winkelbrunn, brachte das Kunststück fertig, mit fachlichen Kenntnissen und ruhiger, zurückhaltender Art, den Verein mehr als 28 Jahre, über Nazi- und Kriegszeit hinweg zu leiten. Am 14.11.1963 trat er aus Altersgründen zurück und verstarb am 01.01.1970 im Alter von 76 Jahren. Unter seinem Vorsitz bekam der Verein am 13.12.1959 auch eine Satzung.
Ebenso erfolgreich war sein Nachfolger Max Schurm, Polizeibeamter aus Freyung, der vom 18.10.1959 als 2. Vorstand und vom 14.11.1963 bis 14.03.1976 als 1. Vorstand tätig war. Die Mitgliederzahl des Vereins erreichte in seiner Amtszeit um 1972 einen bis dahin noch nie erreichten Höchststand von 65. Als Ursache dafür ist neben Schurm`s aktiver Vereinsarbeit auch der Beitritt von Imkern aus Mauth zu nennen, deren Bienenzuchtverein sich damals auflöste.
Am 14.03.1976 übernahm Franz Frömel aus Sonndorf den Vereinsvorsitz. Am 26.06.1976 wurde das Vereinslokal vom Gasthaus Ortinger zum Vereinsmitglied Karl Schmid, Bäckermeister, Cafe- und Pensionsinhaber in der Böhmerwaldstraße 27, Freyung, verlegt. Durch Sterbefälle und Aufgabe der Imkerei wegen Alters pendelte sich die Zahl der Mitglieder (aktive und fördernde) auf rund 50 ein. Zu den regelmäßig durchgeführten Versammlungen wurden kompetente Referenten eingeladen, die Vorträge über Bienenzucht und Seuchengefahr sowie deren Bekämpfung hielten.
Die Vorstandschaft unter der Führung von Franz Frömel legte in der Jahreshauptversammlung am 11.03.1984 die Überzeugung dar, dass ausreichend geeignete Personen unter den Mitgliedern des Vereins sind, die die Ausrichtung des Niederbayerischen Imkertages 1985 übernehmen könnten. Es wurde beschlossen, dieses herausragende Imkerfest erstmals nach Freyung zu holen. Der Erfolg dieser mit enormen zeitlichen Vorbereitungsaufwand durchgeführten Veranstaltung wurde vom Bezirks- und Landesverband Bayerischer Imker sowie von den örtlichen Vereinen anerkannt. Das 50jährige Gründungsjubiläum wurde am 13./14. Juli 1985 mit einer Kerzenweihe im Rahmen eines Feldgottesdienstes beim Schloss Wolfstein gefeiert. Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Bläsercorps der Kreisgruppe Wolfstein des Landesjagdverbandes mit der „Neunburger Jägermesse“. Franz Frömel lenkte die Vereinsgeschicke 12 Jahre lang sehr erfolgreich.
Die erfolgreiche Vereinstätigkeit als 1. Vorsitzende führten bzw. führen fort:
Alois Pauli von 1935 - 1963
Max Schurm von 1963 – 1976
Franz Frömel von 1976 – 1988
Karl Schmid von 1988 – 2008
Achim Fuchs von 2008 - 2020
Corinna König von 2020 - noch
Die am 13.03.1988 satzungsmäßig durchgeführte Neuwahl der Vorstandschaft ergab Veränderungen, nachdem sich die bisherige Vereinsführung teilweise aus Alters- und Krankheitsgründen nicht mehr zur Verfügung stellte. 1. Vorstand wurde Karl Schmid, Bäckermeister aus Freyung. Bei seinem Amtsantritt konnte der Verein 49 aktive und fördernde Mitglieder zählen. Nachdem die Varroatose auch im Vereinsgebiet erstmals festgestellt worden war, stand die Information der Vereinsmitglieder über deren Bekämpfung regelmäßig auf den Tagesordnungen der Jahresversammlungen. Das neu eingeführte Grillfest beim Vereinswirt fand guten Zuspruch. Der Erlös kam der Vereinskasse zugute. Weitere vereinsinterne Veranstaltungen, wie Kaffeefahrten für die Ehefrauen der Imker, Vereinsausflüge und Weihnachtsfeiern führten zu einem Aufschwung des Vereinslebens, der sich auch positiv in der Entwicklung des Mitgliederbestandes niederschlug. So hatte der Verein im Jahr 1994 bereits 77 aktive und 31 fördernde Mitglieder. 1989 erfolgte die Teilnahme an der Partnerschaftsfeier zwischen der Stadt Freyung und der Marktgemeinde Seewalchen (OÖ) im schönen Attersee-Ort. Durch den Tod des 2. Vorsitzenden Heinrich Höltl war am 25.03.1990 eine Nachwahl notwendig. Die Mitglieder wählten einstimmig Walter Peschl, Freyung, zum stellvertretenden Vorsitzenden. Mit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ im Jahr 1989 entwickelte sich eine freundschaftliche Beziehung zu den Imkern in der Tschechischen Republik. So konnten die Mitglieder des Imkervereins Prachatice in Freyung öfters begrüßt werden.
Auszeichnungen besonderer Art erhielten am 10.3.1990 die Vereinsmitglieder Otto Mandl, Perlesöd, und Johann Prosser, Atzesberg. Sie wurden nämlich vom Landesverband Bayerischer Imker als Reinzüchter anerkannt.
In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Förderung der bayerischen Kleintierzucht erhielt Johann Prosser am 25.2.1994 sogar vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Staatliche Züchtermedaille in Bronze überreicht. Er wurde damit das „bienenzüchterische Aushängeschild“ des Vereins.
In der turnusmäßigen Neuwahl der Vereinsführung am 2.2.1992 bestätigte die Mitgliederversammlung die bisherige Vorstandschaft für weitere vier Jahre in ihrem Amt. Von der neugewählten Vereinsführung ging in dieser Versammlung zugleich die Anregung aus, dass 1994 anstehende 60jährige Vereinsgründungsjubiläum mit der Fahnenweihe würdig begehen zu wollen und sich aus diesem Anlass um den Niederbayerischen Imkertag zu bewerben. Im Hinblick auf dieses Fest beschlossen die Mitglieder, eine einheitliche Vereinstrachtenjacke anzuschaffen. Zur Übernahme des Ehrenamtes als Fahnenmutter erklärte sich die Unternehmerin und Stadträtin Rosa Haller, Freyung, bereit. Mit ihr hätte der Verein keine bessere Wahl treffen können. Die Patenschaft übernahm nach dem vorausgegangenen Patenbitten der Imkerverein Schönberg.
Die Vereinsfahne wurde im Zisterzienserkloster in Thyrnau in Handarbeit gestickt. Sie zeigt auf der Vorderseite den Heiligen Ambrosius, Schutzpatron der Imker und auf der Rückseite die Stadtpfarrkirche Freyung mit dem Marienbrunnen.
Vor der geplanten Feier des 60jährigen Vereinsgründungsjubiläums mit Fahnenweihe am 16./17.Juli 1994 nahm die Vereinsführung unter dem 1. Vorstand Karl Schmid mit dem Imkerverein Schönberg Verbindung auf, ob dieser bereit wäre, die Patenschaft des Imkervereins Freyung zu übernehmen. Nach der Signalisierung der Bereitschaft zur Übernahme der Patenschaft kam es am 13.3.1994 zu dem traditionellen Patenbitten in Schönberg. Hierzu fuhr eine Abordnung des Imkervereins mit Unterstützung durch den 1. Bürgermeister Fritz Wimmer und der angehenden Fahnenmutter und Stadträtin Rosa Haller nach Schönberg. Im Saal des Gasthofs Dorner wandte sich Karl Schmid an die Schönberger mit der Bitte um Übernahme der Patenschaft. Dazu mussten die Freyunger allerdings mehrere „Prüfungen“ ablegen, wozu auch das „Holzscheidl-Knien“ gehörte. Nach den bestandenen Prüfungen erklärte 1. Vorstand Heinrich Ebner, dass der Schönberger Imkerverein die Patenschaft übernimmt.
Der große Festtag zum 60jährigen Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe am 17. Juli 1994 bekam zusätzlich eine besondere Note durch den Niederbayerischen Imkertag, den unser Verein ausrichtete. Neben der zahlreich anwesenden politischen Prominenz sowie dem Vorsitzenden des Landesverbandes Bayer. Imker Josef Herold mit zweiten Vorsitzenden Felix Kriechbaum, Dr. Rosenkranz von der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht und Hubert Ausserer als Vorsitzender des Südtiroler Imkerbundes kamen über 1.000 Imker aus Niederbayern sowie aus Südtirol und Österreich nach Freyung.
Der Festzug marschierte vom Festplatz „Au“ zum Feldgottesdienst am Schloss Wolfstein. Stadtpfarrer Alfons Hackl bezeichnete die Imker in seiner Predigt als Gemeinschaft der Schöpfung und erläuterte die Bedeutung des Heiligen Ambrosius als Schutzpatron der Imker auf der Vereinsfahne. Dann weihte Dekan Alfons Hackl die neue Fahne unter der mächtigen Linde am Platz vor dem Schloss Wolfstein.
Den Ndb. Imkertag eröffnete im Festzelt Bezirksvorsitzender Xaver Hechenberger. In seiner Rede ging er auf die Nachwuchssorgen der Imkervereine und auf die Bedrohung der gesamten Insektenwelt durch die vielfältigen Umweltbelastungen sowie auf die große Bedeutung der Bestäubungsleistung der Bienen ein. Allseits galt der Dank Vorstand Karl Schmid und seinem Team für die hervorragende Organisation des 60jährigen Jubiläums und des Niederbayerischen Imkertages. Die Musikkapelle aus Seewalchen überbrachte die musikalischen Glückwünsche aus der Partnerstadt am Attersee/Österreich.
Karl Schmid konnte in der Versammlung am 2.8.1998 Hans Raab für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Imkerverein Freyung im Namen des Landesverbandes Bayerischer Imker die Urkunde und Ehrennadel in Gold überreichen. Hans Raab war seit dem 9.2.1958 Mitglied des Vereins, in dem er sich in der Zeit von 1976 – 1984 als zweiter Vorstand engagierte.
Karl Schmid berichtete auch den Anwesenden, dass nach dem einstimmigen Beschluss der Vorstandschaft vom 26.4.1998 als Nachfolger für den verstorbenen Schriftführer Otto Mandl das Amt des Schriftführers Werner Feirer ab 1.5.1998 übernommen hat. Die Versammlungsmitglieder waren damit ohne Gegenstimme einverstanden.
Außerdem informierte Karl Schmid, dass die Stadt Freyung in Zusammenarbeit mit unserem Verein einen Bienenlehrpfad errichten wird. Hierzu hatte der Verein bereits 6 Schautafeln beim D.I.B. bestellt, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Die Planung gestalte sich als nicht einfach. Wegen der von der EU im Zusammenhang mit deren Zuschussgewährung geforderten einheitlichen Werbung und Ausgestaltung in den Nationalparkgemeinden musste für die Themenwanderwege ein sogenanntes Musterbuch erstellt werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 50.000 DM, wovon die Stadt Freyung 23.000 DM übernimmt, der EU-Zuschuss beträgt 40 %, also 20.000 DM beträgt. Unser Verein beteiligt sich nur in Form von tatkräftiger Handarbeit in Höhe von 7.000 DM.
Eine ganz besondere Auszeichnung und erstmalig im Imkerverein Freyung konnte Karl Schmid in der Jahresversammlung am 28.03.1999 bei Franz Philipp, Ahornöd, vornehmen. Auf Grund seiner 50jährigen Mitgliedschaft im Imkerverein Freyung, dem er seit dem 15.3.1949 angehört, wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Vorstand Karl Schmid berichtete, dass Franz Philipp von 1976 – 1986 die Kassengeschäfte im Verein verwaltete.
In der Jahreshauptversammlung am 6.2.2000 wurde satzungsgemäß die Vorstandschaft nach 4 Jahren neu gewählt. Gewählt wurden
Karl Schmid als 1. Vorsitzender,
Walter Peschl als 2. Vorsitzender,
Manfred Feucht als Kassier (Nachfolger von Fritz Fuchs),
Werner Feirer als Schriftführer.
Als Beisitzer wurden Kurt Ludwig, Rainer Mandl, Rudi Gaisbauer und Alfred Ratschmann gewählt.
Als Kassenprüfer wurden Fritz Fuchs und Konrad Gaisbauer gewählt.
Die Einweihung des 2,5 km langen Bienenlehrpfades mit Start des Rundwanderweges am Parkplatz beim Friedhof Schönbrunn erfolgte am 6. Mai 2001. Neben Vertretern der örtlichen Kommunalpolitik, wie 1. Bürgermeister Fritz Wimmer und vielen Stadträten und Abordnungen der benachbarten Imkervereine sowie aus dem österreichischen Ulrichsberg, konnten vom 1. Vorstand Karl Schmid die Fahnenmutter Rosa Haller, der 1. Vorsitzende des LV.Bayer.Imker, Xaver Hechenberger, der Bienenfachberater für Ndb. Erhard Härtl und die Honigkönigin Judith Wühr begrüßt werden. Die kirchliche Segnung nahm Monsignore Seidl aus Röhrnbach vor. Trotz des ungünstigen Wetters war die Veranstaltung mit Festzeltbetrieb vollauf gelungen. Ohne die Zusammenarbeit zwischen unserem Verein mit den vielen helfenden Mitgliedern und der Stadt Freyung wäre die Einrichtung des Bienenlehrpfades nicht möglich gewesen.
1.Vorstand Karl Schmid gab in der Jahreshauptversammlung am 3.2.2002 bekannt, dass aufgrund der Währungsumstellung von DM auf € der Jahresbeitrag ab dem Jahr 2003 nun 25,00 € beträgt.
Am 14.9.2002 erfolgte auf Einladung der tschechischen Imker aus Prachatice eine Besuchsfahrt nach Prachatice anlässlich deren 80jähriges Gründungsjubiläum. Eine ansehnliche Zahl von Mitgliedern, teils mit Ehefrauen, besuchten die Prachaticer. Es erfolgte im Rahmenprogram auch eine Information über die Gewinnung von Bienengift und Gelee Royal. Vom grenzüberschreitenden Besuch mit Besichtigung eines großen und sehr schönen Bienenhauses wurde sogar in der tschechischen Presse berichtet.
Bei der Jahreshauptversammlung am 15.2.2004 stand satzungsgemäß nach 4 Jahren Amtszeit die Neuwahl der Vorstandschaft wieder an. Die Wahl ging reibungslos von statten. Die vorherige Vorstandschaft stellte sich geschlossen zur Wiederwahl. Es wurden also wiedergewählt Karl Schmid als 1. Vorstand, Walter Peschl als 2. Vorstand, Manfred Feucht als Kassier und Werner Feirer als Schriftführer. Bei der Wahl der Beisitzer gab es ein paar Veränderungen. So wurden Kurt Ludwig, Achim Fuchs, Rudi Gaisbauer und Karl Schmid jun. als Beisitzer gewählt. Als Kassenprüfer wurden erneut Fritz Fuchs und Konrad Gaisbauer wiedergewählt. Erstmals wurde ein Jugendbeauftragter eingeführt, der sich um unsere 3 jugendlichen aktiven Imker kümmern soll. Für dieses Amt stellte sich Kurt Ludwig zur Verfügung und er wurde auch gewählt.
In der Jahreshauptversammlung am 15.2.2004 konnte Vorstand Karl Schmid das Mitglied Fritz Fuchs im Namen des Landesverbandes Bayer. Imker zum Ehrenmitglied ernennen. Er war seit dem 1.5.1953 ununterbrochen Mitglied unseres Vereins Fritz Fuchs und das 2. Ehrenmitglied des Vereins neben Franz Philipp.
Am 21. Mai 2004 fand im Rahmen der bayernweiten Aktion Bayern Tour Natur des Kultusministeriums in Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro der Stadt Freyung eine Wanderung für Kinder und Jugendliche vorschulischer Einrichtungen und Grundschulen auf unserem Bienenlehrpfad statt. Die Kinder waren recht begeistert. Es wurde ihnen die Bienenwelt mit Spiel und Bienenprodukte nähergebracht. Als Führer stellten sich Karl Schmid, Walter Peschl und Kurt Ludwig zur Verfügung und ebenso Frau Renate Liebl von der Kurverwaltung der Stadt Freyung.
In der Jahresversammlung am 10.10.2004 ging es um die Beitragserhöhung ab 2005. Vorstand Karl Schmid führte aus, dass seit 2002 der Jahresbeitrag 25 € beträgt. Die Beitragsabführung an den Landesverband steigt seit Jahren, ebenso der Versicherungsbeitrag. Von den 25 € bleiben uns nur 4 € pro Mitglied für das ganze Jahr. Nachdem die jährlichen Ausgaben für Vereinszwecke trotz sparsamen Wirtschaften laufend steigen und der Kassenstand rückgängig war, schlug die Vorstandschaft deshalb eine Beitragserhöhung um 5 € auf 30 € jährlich vor. Mehrheitlich mit 15 zu 6 Stimmen wurde von den anwesenden Mitgliedern die Beitragserhöhung um 5 € auf jährlich 30,00 € beschlossen.
Bei der Weihnachtsfeier am 3.12.2005 nahmen auf Einladung der Vorstandschaft auch der Vorsitzende des Prachaticer Imkervereins mit Gattin und der Imkerkollege Egon Urman mit Gattin teil.
Unser Verein beteiligte sich über den Imkerkreisverband auch an der Kleinen Landesgartenschau 2007 in Waldkirchen mit einer personellen Betreuung des Imker-Infostandes in der Zeit vom 6.7.2007 bis 12.7.2007.
In der Jahreshauptversammlung am 10.2.2008 stand wieder die Neuwahl der Vorstandschaft an. Es gab einen Generationswechsel, da sich Karl Schmid und Walter Peschl aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stellten. Die Wahl erbrachte folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender Achim Fuchs
2. Vorsitzender Manfred Feucht
Kassier Karl Schmid jun.
Schriftführer Werner Feirer
Beisitzer Kurt Ludwig, Karl Schmid sen., Walter Peschl und Tanja Wagner, Kassenprüfer Anna Fesl und Werner Peterlik, Jugendbeauftragter Kurt Ludwig.
Am 19.7.2008 wurde im Rahmen des Schleuderfestes Karl Schmid sen. für seine langjährige Tätigkeit als 1. Vereinsvorsitzender zum Ehrenmitglied ernannt und Walter Peschl für sein Engagement im Verein und als langjähriger 2. Vorstand mit der Ehrennadel ausgezeichnet.
Am 3.8.2008 stellte Vorstand Achim Fuchs in der Mitgliederversammlung die Neuregelung der Nachwuchsförderung durch den D.I.B. vor. Danach muss der Anfänger mindestens 1 Bienenvolk haben und er muss mindestens 4 Monate lang von einem erfahrenen Imker betreut werden. Außerdem muss er mindestens an 1 Anfängerkurs teilnehmen.
In der Jahreshauptversammlung am 15.2.2009 wurde von den anwesenden Mitgliedern auf Vorschlag der Vorstandschaft die Anhebung des Jahresbeitrags um 5,00 € auf 35,00 € ab 2010 mehrheitlich beschlossen, nachdem in den letzten Jahren trotz Sparmaßnahmen die Ausgaben die Einnahmen überstiegen und dem Verein auf Grund der Höhe der Beitragsabführung an den LVBI nur ca. 5 € pro Mitglied verblieben.
Im Frühjahr 2009 erfolgte zur Nachwuchsgewinnung vom 1. Vorstand Achim Fuchs die Vorstellung der Aktion „Imkern auf Probe“. Gestartet wurde mit 7 Imkerinteressenten, 1 Person sprang zwischendurch ab, 1 Person musste nach erfolgten Bienenstichen wegen einer Bienengiftallergie aufgeben. 6 Jungimker traten als Neumitglieder dem Verein bei. Diese Aktion war also recht erfolgreich. Sie endete erst im Jahr 2010 und wurde darauffolgend alle 2 Jahr wiederholt.
Bei der Versammlung am 7.3.2010 konnte 2. Vorstand Manfred Feucht bekanntgeben, dass unserem 1. Vorstand Achim Fuchs vom Bayer. Staat ab 1.3.2010 die Leitung des Bienenprüfhofs Kringell als Nachfolger von Fritz Schürzinger übertragen wurde. Manfred Feucht gratulierte ihm sowohl persönlich als auch im Namen der Vereinsmitglieder zu dieser Anstellung und wünschte ihm für seine Tätigkeit viel Erfolg.
In der 3. Jahresversammlung am 11.7.2010 gab 2. Vorstand Manfred Feucht bekannt, dass unser 1. Vorstand Achim Fuchs die Prüfung zum Imkermeister bestanden hat. Er gratulierte ihm hierzu im Namen der anwesenden Mitglieder und wünschte ihm viel Erfolg für sein weiteres berufliche Wirken.
Am 12.8.2012 nahm in der Mitgliederversammlung Vorstand Achim Fuchs Mitgliederehrungen vor, und zwar wurden wegen 50jähriger Mitgliedschaft vom LVBI zu Ehrenmitgliedern Gaisbauer Rudi und Eder Johann ernannt und er überreichte die Ernennungsurkunden mit den Anstecknadeln.
In der Versammlung am 30.6.2013 informierte Vorstand Achim Fuchs über die Registrierpflicht gemäß § 1 a der Bienenseuchenverordnung, wonach jeder Imker seine Imkerei und den Bienenstandort an das Staatl. Veterinäramt melden muss. Aktuell wurde vom Veterinäramt am Landratsamt Freyung-Grafenau von allen Imkervereinen verlangt, dass bis zum 1.10.2013 eine Auflistung der Imker mit den jeweiligen Bienenstandorten zu erfolgen hat. Wenn der Bienenstandort vom Wohnort des Imkers abweicht, dann ist sowohl die Anzahl der Bienenvölker als auch die Flurnummer und die Gemarkung und ob Honigkauf erfolgt mit Unterschrift des Imkers zu versehen. Hintergrund für diese Maßnahme des Veterinäramtes ist, dass im Kreisverband immer häufiger Fälle von Amerikanischer Faulbrut auftraten. In diesen Fällen muss der Veterinär wissen, wo in dem zu errichtenden Sperrbezirk andere Bienenstände vorhanden sind, da diese wegen eines eventuellen Befalls kontrolliert werden müssen.
Seit dem Jahr 2013 war eine stetige Zunahme an aktiven Mitgliedern zu verzeichnen. Diese war auf die über 2 Jahre laufenden Aktionen „Imkern auf Probe“ zurückzuführen.
Von 72 aktiven Imkern im Jahr 2015 entfielen 62 auf die Männer = 86 % und 10 auf die Frauen = 14 %. Im Jahr 2010 war das Verhältnis noch 97 % zu 3 %. Das Durchschnittsalter der aktiven Mitglieder betrug im Jahr 2010 noch 64 Jahre und verringerte sich auf 61 Jahre. Dies war auch auf die Aktion „Imkern auf Probe“ zurückzuführen, da dadurch jüngere Mitglieder gewonnen werden konnten. In der Altersstruktur war am besten die Altersgruppe der 51- 60jährigen mit 29,17 % vertreten. Es folgten die 61 - 70jährigen mit 15,28 %. Sehr stark aufgeholt hatten in den letzten 5 Jahren, also seit 2010 die 31 - 40jährigen von 5,08 % auf 11,11 %. Die Völkerzahl entwickelte sich seit 2010 ebenfalls positiv und stieg von 193 auf 407 Völker an. Dies trifft auch auf die durchschnittliche Völkerzahl je Mitglied zu und stieg von 3,27 auf 5,65 Völker an. Von den als 72 als aktiv geführten Imkern haben allerdings nur 56 Bienenvölker und 16 keine. Die Zahl der fördernden Mitglieder wurde von der Vorstandschaft bereinigt und betrug danach 16 Mitglieder.
In den zurückliegenden Jahren wurden für die Mitglieder regelmäßig auch gesellschaftliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel Vereinsausflüge, Schleuderfeste und Weihnachtsfeiern statt. In den Mitgliederversammlungen erfolgten Fachvorträge zur Bienenhaltung über die Völkerführung sowie über Bienenkrankheiten, wobei ganz besonders die Bekämpfung der Varroatose im Blickpunkt stand. Nicht unerwähnt sollen auch die jährlich stattgefundenen praktischen Vorführungen an den Bienenvölkern sein.
In der Jahreshauptversammlung am 14.2.2016 stand die turnusmäßige Neuwahl der Vorstandschaft statt. Es wurden einstimmig gewählt:
1. Vorstand: Achim Fuchs
2. Vorstand: Helmut Weigerstorfer
Kassier: Silvia Prager
Schriftführer: Sabine Danzer
Als Beisitzer wurden gewählt: Peschl Walter, Schmid Karl jun., Raab Wolfgang, Boxleitner Annemarie
Kassenprüfer: Peterlik Werner, Fesl Anna
Fahnenträger: Schmid Benjamin
Die Mitgliederzahl betrug 76 Mitglieder mit 407 Völkern. Karl Schmid sen. wurde bei der Hauptversammlung für sein 40-jähriges Engagement mit der goldenen Ehrennadel geehrt. Die silberne Ehrennadel erhielt Werner Feirer. Bronze gab es für Alois Pauli und Kurt Ludwig.
Im November 2017 beteiligten sich die Imker aus Freyung am Fest zum 95. Jubiläum des Prachaticer Imkervereins. Bei der Jahreshauptversammlung 2018 fand die Amtseinführung unserer neuen Fahnenmutter Diana Fastner statt. Rosa Haller wollte aus Altersgründen etwas kürzertreten. Der Imkerverein beteiligte sich mit großer Abordnung am Niederbayerischen Imkertag in Reisbach.
Das Jahr 2019 war von Umbrüchen gekennzeichnet. Es wurde der Wechsel des Vereinslokals erörtert. Der gesamte Vorstand gab bekannt, dass er bei der kommenden Wahl nicht mehr zur Verfügung steht. Der erste Vorsitzende Achim Fuchs bemühte sich für die im Januar 2020 anstehende Wahl neue Kandidaten zu finden. Die Veranstaltung „Imkern auf Probe“ fand mit 13 Teilnehmern statt. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das in diesem Jahr durchgeführt wurde, hatte bestimmt einen positiven Effekt auf die Teilnehmerzahl dieser Veranstaltung. Aufgrund des Auftretens von amerikanischer Faulbrut wurde im Jahr 2019 ein Monitoring durchgeführt mit dem Schwerpunkt in Oberhüttensölden und Raum Grafenau. Weiterhin wurde die Beitragsordnung für die Imkervereine im Landesverband angepasst, so dass jeder Imker 29,23€ zu entrichten hat. In diesem Beitrag ist eine Versicherung für die Bienenvölker enthalten. Zusätzlich wurde der Werbebeitrag von 0,26€ pro Bienenvolk erhoben. Herbert Lederer und Johann Feucht jun. erhielten die Auszeichnung mit der Ehrennadel in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft im Imkerverein Freyung und dem Verband. Ernst Herbst erhielt die Auszeichnung mit der Ehrennadel in Gold für 40 Jahre Mitgliederschaft. Die Mitgliederzahl war im Jahr 2019 81 Mitglieder mit 404 Völkern.
Das Jahr 2020 war von der Sars-COV-2 Pandemie geprägt. Die Jahreshauptversammlung am 26.01.2020 konnte noch vor dem Lockdown durchgeführt werden. In der Versammlung wurde die Neuwahl der Vorstandschaft turnusgemäß durchgeführt. Corinna Eder wurde einstimmig zur 1.Vorsitzenden des Imkervereins gewählt. Zum 2.Vorsitzenden wurde Achim Fuchs gewählt. Ebenfalls wurde Gertrud Kay als Kassier und Peter Lukoschek als Schriftführer gewählt. Als Beisitzer wurden Werner Feirer, Siegfried Schöller und Wolfgang Raab bestimmt. Als Kassenprüfer wurden Werner Peterlik und Manfred Denk bestätigt.
Über den Wechsel des Vereinslokals zur Boxleitenmühle wurde positiv abgestimmt. Die Ehrung verdienter Mitglieder konnte nicht mehr in Präsenz durchgeführt werden. Mit der Ehrennadel in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein wurde 2020 Manfred Feucht geehrt. Mit der Ehrennadel in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Adolf Täubl geehrt.
Die zahlreichen Veranstaltungen aus dem Jahresprogramm mussten in dem Jahr abgesagt werden. Trotz der Kontaktbeschränkungen konnte der Verein die Beschaffung und Verteilung der Varroamittel für die Mitglieder organisieren. 2020 verstarb Walter Peschl, er war 27 Jahre in der Vorstandschaft des Vereins tätig. Für seine Leistungen wurde er vom Landesverband mit der Verdienstnadel in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
Das Jahr 2021 war ebenfalls von Kontaktbeschränkungen wegen der Pandemie geprägt. Die Mitgliederzahl schrumpfte leicht auf 82 Mitglieder mit 384 Völkern sowie 17 Fördermitglieder. Im Jahr 2021 wurden vom Verein Karl Vaterl für 15 Jahre Mitgliedschaft und Fritz Freund sowie Kempinger Josef für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Im Mai 2021 konnte die Jahreshauptversammlung abgehalten werden. Es zeichnete sich ab, dass die auf das Jahr 2023 verschoben Landesgartenschau eine herausfordernde Aufgabe für den Verein sein wird. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Achim Fuchs zur Wertschätzung für sein Engagement für den Verein mit der Verdienstnadel in Silber ausgezeichnet. Fuchs ist seit 01.01.1989 aktives Mitglied des Imkervereins Freyung.
Im Jahr 2022 wurden die Kontaktbeschränkungen wegen der Pandemie allmählich gelockert, so dass viele Veranstaltungen wieder stattfinden konnten. Zum Beispiel der Besuch am Lehrbienenstand in Eckertsreut, die praktische Vorführung zur Völkervermehrung am Bienenhaus Peschl und viele Fachvorträge, um nur die Wichtigsten zu nennen. Das beliebte Imkern auf Probe mit 11 Teilnehmern und der Kontakt zu den Imkern aus Prachatice konnte wieder aufgenommen werden. Die Mitgliederzahl stieg leicht an, auf 101 Mitglieder mit 412 Völkern. Es wurde ein Konzept für die Landesgartenschau erarbeitet, das unter dem Motto „Wild auf Bienen“ steht. Das neue Tierarzneimittelrecht ist in Kraft getreten und wurde vom Kreisvorsitzenden Kunibert Eder bei der Jahreshauptversammlung vorgestellt.